Wissenschaft trifft Praxis
Machmawatt! ist unser Bürgerenergieprojekt in der Lausitz. Getragen von Bürger*innen, Kommunen und wissenschaftlichen Partnern. Unser Ansatz verbindet Hochschulwissen der BTU Cottbus, RWTH Aachen und RIFS Potsdam mit Erfahrungen des Bündnis Bürgerenergie (BBEn). So legen wir den Grundstein für eine Energiewende, die sozial, ökologisch und demokratisch stark ist.
CREATE:ENERGY - ein innovatives dreijähriges Verbundprojekt der RWTH Aachen und der BTU Cottbus für die bürgerschaftliche Beteiligung an Erneuerbaren Energien-Vorhaben in den Braunkohlerevieren der Lausitz und des Rheinlands
Unter dem Motto "Mach ma Watt!" untersucht das Projekt gemeinsam mit den BürgerInnenn des Rheinischen Reviers die vielfältigen Möglichkeiten von Bürgerenergieprojekten. Ziel ist es, die Bürgerbeteiligung zu fördern und die Menschen dabei zu unterstützen, aktiv an der Energiewende teilzunehmen und von ihr zu profitieren.
Wir möchten interessierte Bürger*innen zusammenbringen, um gemeinsam Ideen zum Thema Bürgerenergien und Teilhabe in ihren Gemeinden zu entwickeln. Das Projekt bietet Unterstützung für die ersten Schritte zur Umsetzung von Bürgerenergieprojekten durch Workshops, Informationsveranstaltungen und fachliche Beratung. So können die Bürgerinnen und Bürger befähigt werden, eigene Projekte zu entwickeln. Die Verantwortung für konkrete Projekte liegt dabei in den Händen der Gemeinschaft.
Die Energiewende bringt bedeutende Veränderungen und Unsicherheiten mit sich, insbesondere im Rahmen des Strukturwandels. Angesichts steigender Energiekosten und der fortschreitenden Elektrifizierung sind private Haushalte gefordert, aktiv mitzuwirken. Diese Vorhaben können jedoch kostspielig sein und stellen oft eine Herausforderung für Einzelne dar. Viele Menschen fühlen sich einseitig belastet, da sie zum Beispiel durch Windkraftanlagen betroffen sind, ohne direkt davon zu profitieren oder mitentscheiden zu können.
Um diese Veränderungsprozesse vor Ort positiv zu gestalten, ist es wichtig, Vertrauen aufzubauen und alle Beteiligten und sowohl Kommunen als auch BürgerInnen, in den Prozess einzubeziehen. Viele wünschen sich eine stärkere Mitgestaltung in Entscheidungsprozessen.
Bürgerenergien haben sich als effektives Mittel zur Förderung dieser Teilhabe sowie zur Schaffung regionaler Wertschöpfung bewährt. Dabei handelt es sich um Zusammenschlüsse von Personen, die gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen und den Ausbau entsprechender Anlagen vorantreiben. Der Fokus des Projekts liegt darauf, wie solche Initiativen vor Ort praktisch entstehen können.
Kommunen - ein wichtiger Akteur bei Bürgerenergieprojekten
Kommunen sind das Rückgrat der Energiewende vor Ort. Sie können Rahmenbedingungen schaffen, damit Bürger*innen aktiv an der Energiewende teilhaben können, wie zum Beispiel durch Energiegenossenschaften, lokale Solarprojekte oder Windparks in Bürgerhand. Durch eine transparente Planung, das Bereitstellen von Flächen und das Unterstützen von lokalen Initiativen können Kommunen nicht nur Klimaschutz und regionale Wertschöpfung fördern, sondern stärken zugleich die Akzeptanz für die Energiewende und das Gemeinschaftsgefühl auf lokaler Ebene. Bürgerenergie gelingt dort am besten, wo Kommunen als Gestalter, Vermittler und Vorbilder handeln.
Im Projekt MachMaWatt wird besonderer Wert auf eine gute Kooperation mit Kommunen gelegt. Ziel des Projektes ist es, in beiden Revieren jeweils drei Modellkommunen für eine Teilnahme zu gewinnen und sie in den Aufbau von Bürgerenergiegemeinschaften und konkreten Vorhaben aktiv einzubinden. Da viele Kommunen bereits mit ihren Pflichtaufgaben oft an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten, muss der Mehrwert von MachMaWatt als Citizen Science-Projekt für eine Kommune gut kommuniziert werden. Daher werden im Rahmen von MachMaWatt verschiedene Veranstaltungsformate angeboten, um Kommunen bzw. kommunale Mandatsträger*innen über die Grundlagen und Potenziale von Bürgerenergie für eine nachhaltige Kommunalentwicklung zu informieren.
Folgende Kommunen haben bereits eine Kooperationsvereinbarung geschlossen bzw. sind als Modellkommune in das Projekt eingebunden:
Lausitzer Revier:
Rheinisches Revier:
Falls auch Sie bzw. Ihre Kommune Interesse an einer Kooperation haben wenden Sie sich gern direkt an folgende Kolleg*innen aus dem Projekt-Team:
Lausitzer Revier: Laura Doyé - doye@spreeakademie.de
Dirk Marx - Dirk.Marx@b-tu.de
Rheinisches Revier: Oliver Pohl - pohl@pt.rwth-aachen.de
Stakeholder der Zivilgesellschaft
Die Interessen der Zivilgesellschaft im Strukturwandel wie auch deren umfassenden Erfahrungen und Kompetenzen in der Energiewende sind für das erfolgreiche Umsetzen von MachMaWatt besonders wichtig. Damit diese berücksichtigt werden arbeitet das Projekt-Team mit zwei wichtigen Interessensvertretern der Zivilgesellschaft zusammen.
So ist zum einen Lausitzer Perspektiven e.V. Kooperationspartner in dem Projekt. Dieser Verein vertritt explizit die Interessen der Zivilgesellschaft im Lausitzer Revier und setzt sich für mehr Beteiligung im Strukturwandel ein. Als Träger der Bürgerregion Lausitz hat der Verein eine dezentral organisierte Struktur aufgebaut, die auch in der Fläche die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sichtbar macht und sie ihn ihrem konkreten Tun vor Ort unterstützt. Lausitzer Perspektiven bringt sich daher vor allem mit seinem Netzwerk in die Zivilgesellschaft sowie mit seinen Kompetenzen im Bereich der Bürger*innenbeteiligung in MachMaWatt ein.
Der zweite wichtige Kooperationspartner ist die Dorfbewegung Brandenburg e.V. Sie vertritt vor allem die Interessen der ländlichen Kommunen auch beim Gestalten der Energiewende. Denn gerade die ländlichen Regionen sind vom Ausbau der Erneuerbaren Energien besonders betroffen. Innerhalb des Vereins hat sich daher die AG Erneuerbare Energien gegründet, die den Austausch und die Vernetzung zwischen den Engagierten vor Ort unterstützt und auf gute Praxisbeispiele verweist. In dieser AG sind daher sehr viele Kompetenzen zu einer fairen Gestaltung der Energiewende vorhanden, die dem Projekt MachMaWatt zu Gute kommen.
SO EINFACH GEHT'S
BRINGT EUCH EIN
Lerne uns kennen
Mach dich mit dem Projekt vertraut und schau in unser Infomaterial rein.
Newsletter abonnieren
Trag dich in den Newsletter unseres Partners, der Spreeakademie ein und komme zu unseren Veranstaltungen und AG-Treffen.
Als Mitglied aktiv sein
Sei regelmäßig bei den AG-Treffen dabei und plane mit uns die nächsten Veranstaltungen. Teile unsere Materialien in deinem Netzwerk. Bringe eigene Projektideen ein. Gemeinsam kommen wir schneller voran.